Schlichten statt Richten – die Schiedsstelle
Friedensrichter Jürgen Noever
(c) Stadt Klingenthal

Schlichten statt Richten – die Schiedsstelle

Zur Beilegung von Streitigkeiten wird nicht immer ein gerichtlicher Beschluss benötigt, der in den meisten Fällen mit einer großen finanziellen Belastung und zeitlichem Aufwand verbunden ist. Eine echte Alternative bilden die Schiedsstellen, die es, außer in Bayern und Baden Württemberg, in allen Bundesländern und deren Gemeinden gibt.

Bereits seit 1992 existiert die Schiedsstelle im Klingenthaler Rathaus und kümmert sich um die Rat suchenden Bürger aus Klingenthal, Mühlleithen und Zwota und deren Belange.

Der Stadt der Stadt Klingenthal hat in seiner Sitzung am 28. September 2016 mehrheitlich Jürgen Noever als Friedensrichter gewählt. Er wurde am 25. November 2016 durch die Amtsgerichtsdirektorin Inge Bahlmann in Auerbach vereidigt und begleitet dieses Amt nun bis 2020.

Die Arbeit an Schiedsstellen ist eine ehrenamtliche Tätigkeit und unterliegt der Kontrolle der Amtsgerichte. Alle Schiedspersonen sind vereidigt und unterliegen der absoluten Schweigepflicht. Für welche Streitigkeiten kann und sollte eine Schiedsstelle Ansprechpartner sein?
  •     Nachbarschaftsstreitigkeiten aller Art
  •     Beleidigung
  •     Mietprobleme bis zu einem Streitwert von ca. 750 €
  •     Hausfriedensbruch
  •     Leichte Körperverletzungsdelikte (die nicht gerichtlich anhängig sind)
  •     Verletzung des Briefgeheimnisses
  •     Zivilrechtliche Belange bis ca. 750 €

Wer eine außergerichtliche Lösung erreichen möchte, hat die Möglichkeit, dies in mündlicher oder schriftlicher Form dort zu beantragen.

Die Schiedsstelle im Klingenthaler Rathaus bietet hierfür Hilfe an.

Dafür benötigt werden:

  •     Name und Adresse der Gegenpartei
  •     Eine kurze Schilderung der Angelegenheit
  •     Eine Anzahlung von 35 € für Auslagen des Antrages, die nach Schlichtung
        abgerechnet wird
Es ergehen dann Einladungen zu einem Schlichtungstermin (2 Wochen nach Antragsaufnahme).
Unentschuldigtes Fernbleiben von Schlichtungsverhandlungen wird mit einem Bußgeld belegt. Den Abschluss einer Schlichtung bildet ein Protokoll, das durch Amtssiegel sowie die Unterschriften der Parteien rechtskräftig und amtsbindend ist.

Bei dieser Art der Lösung des Konfliktes gibt es keine Gewinner und Verlierer - es gibt eine Schlichtung, die für beide Seiten akzeptabel ist.

Durch diese Möglichkeit der außergerichtlichen Klärung entfallen lästige Anwaltsbesuche mit kostenintensiver Beratung, es entstehen keine langen Gerichtswartezeiten, die zwischen 1 - 2 Jahr betragen können.

Schiedsstellen sind kostengünstige, schnelle, bürgernahe, unbürokratische Institutionen, die von jedem genutzt werden können.
 
 
 
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