Wanderaussichtsturm "Otto Hermann Böhm"

Bauherr: Vogtlandkreis
Betreiber: VSC Klingenthal
errichtet: 1998/1999 nach einer Idee von Otto Hermann Böhm aus dem Jahre 1894
Weihe: am 02.07.1999
Standort: Jugendherberge am Aschberg
Technische Daten: Standorthöhe 917m üNN
  Turmhöhe 31,91 m
  Höhe der Plattform 26,64 m
  Stufenanzahl 154
Rundblick über das Vogtland, das Westerzgebirge und das Fichtelgebirge
Eintrittspreis: 1,00 €
  ermäßigter Eintritt für Gruppen bei Voranmeldung unter 037465 - 45690

Historisches:

Schon 1894 begeistert vom Nah- und Fernblick auf dem Aschberg, faßte der Fabrikbesitzer und Heimatfreund Otto Hermann Böhm aus Untersachsenberg den Entschluß, auf sächsischer Seite seiner Heimathöhe eine steinerne Aussichtswarte entstehen zu lassen.
Am  13. März 1913 wurde von Otto Hermann Böhm und acht weiteren Herren aus Klingenthal, Zwota, Brunndöbra, Untersachsenberg, Georgenthal und Obersachsenberg beschlossen, einen Aschberg-Turmbauverein zu gründen. Fleißig wurden Spendengelder gesammelt und Mitglieder geworben.

Dann brach der Krieg aus und die nahe bevorstehende Grundsteinlegung zur Aschbergwarte mußte auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Erst 6 Jahre später rückt der Plan der Verwirklichung zwei große Schritte näher. Der Verein erwarb beim sächsischen Finanzministerium ein Erbbaurecht auf dem Aschberg. Es werden wieder 120.000 Mark flüssig, doch die Inflation vernichtete alles.

1924 stabilisierte sich die Währung wieder und die Arbeit des Vereins begann von neuem. Es kam zum Grundstückstausch mit der staatlichen Forstverwaltung Brunndöbra und nachdem der Turmbauverein am 02. April 1924 eingetragener Verein wurde, durfte das Grundstück auf dem Aschberg in Besitz genommen werden.
Im Mai 1928 taucht ein ganz neuer und großer Plan auf. Die Staatsregierung wollte im südlichen Vogtlande eine Grenzland-Jugendherberge entweder auf dem Kapellenberg oder auf dem Aschberg entstehen lassen.
Am 06. Juni 1928 fielen die Würfel zugunsten des Aschberges.

Der 15 Jahre alte Turmbauverein gab sein Grundstück her, verzichtete auf die Errichtung einer Aussichtswarte und half tatkräftig mit, etwas noch Größeres und sicherlich Wichtigeres im Grenzlande entstehen zu lassen, die am 30. Juni 1929 geweihte „Jugendherberge Aschberg“.

In den Neunziger Jahren wurde die Idee des Turmbaues wieder aufgegriffen. Man fand im Vogtlandkreis einen Bauherren, die Klingenthaler Firmen Metallbau Riedl, Nickel – Fenster, Türen, Tore und das Ingenieurbüro Bernd Unger ermöglichten den Bau und der VSC Klingenthal e.V. fungiert als Betreiber. Die Einhausung für das Drehkreuz entstand im Jahr 2000 und der Anbau für die Technik von Funknetzbetreibern im Jahr 2005.

Quelle: www.jhklingenthal.de