Blick zum Aschberg von der Alberthöhe
© Thomas Lenk
Wegbeschreibung des Höhensteiges
Der „Höhensteig“ verläuft in seiner gesamten Länge von 32 km auf der grünen Markierung des Rundweges Klingenthal/Zwota. Vom Marktplatz (E6/7) als zentralem Ausgangspunkt überqueren Sie die Auerbacher Straße (B283) und gelangen zur Dietrich-Bonhoeffer-Straße
(E7), wo der „Höhensteig“ beginnt. Hier verlässt der Kurs die Straße
und führt über einen Wiesensteig hinauf auf den Körnerberg (E7).
Wiesen, kleine Baumgruppen aus Buchen, Birken und Ahorn wechseln sich großzügig ab und ein Blick über die Schultern zurück eröffnet ein Panorama mit verschiedenen Ansichten der Stadt. Im Tal schmiegen sich entlang der Straßen die Häuserreihen an den Fuß des Berges, wobei sich auf dem Bergrücken weite Flächen und dichte Fichtenwälder ablösen.
Im Wechsel von An- und Abstieg kommt man über den Kamerun (E7), Dreihöf (E7), Gösselberg (D7/E7) und Pudelmützhäuser (D7) auf den Kammweg (D7). Der Name ist Programm, führt die Strecke doch hoch droben dort entlang, wo Sachsen und Böhmen sich die Hand reichen: Linker Hand der steile Hang in Richtung Stadtgebiet, rechter Hand welliges Land, das in einigen Kilometern Ferne in das tschechische Nachbarörtchen Bublava/Schwaderbach (D8) mündet.

Der Rundweg aber hat bereits die nächste Höhe im Visier, den 936 Meter hohen Aschberg (C8). Die Grenzstraße und die Aschbergstraße führen den steilen Berg hinauf, vorbei an gemütlichen Wohnhäusern mit typischem Holzverschlag und einladenden Gastwirtschaften. Bevor man dem Höhensteig weiter folgt, lohnt sich ein kurzer Abstecher zum Aussichtsturm „Otto-Hermann-Böhm“ (C8) auf dem Gipfel des Aschberges.
Der Höhensteig unterdessen folgt dem Hirschlecken- und Glashüttenweg bis in den Ortsteil Mühlleithen (B7/A7), der als Ausgangspunkt zahlreicher Sportwettkämpfe internationale Bekanntheit erlangt hat. So führt auch der Rundweg über die Loipenbrücke (B7), vorbei an den Flächen des Skistadions (B7). Auf der benachbarten Sommerrodelbahn (B7) ist eine rasante Schlittenfahrt auch in der schneefreien Zeit des Jahres möglich.

Der Weg wendet sich jetzt in Richtung Süden, zurück nach Klingenthal. Vorbei geht die Strecke am unteren Floßteich (B7) und folgt weiter dem Floßgraben, wo einst durch ein System von Wassergräben schwere Holzstämme ins Tal bewegt wurden. Ein Abzweig führt in das Steinbachtal, wo sich Granit und Phyllit auf einem wildromantischen Naturlehrpfad – der „Radiumquelle“ (C7) – vereinigen. Der Rundweg folgt allerdings dem Bergrücken und erreicht schließlich den Standort der ehemaligen Aschbergschanze (C7). Nächste Ziele sind der Mittelberg (D7) mit seinen Aussichtsmöglichkeiten und das sehenswerte Arboretum (D6) im Forstwinkel.
Ein weiterer Höhepunkt am Weg ist die Vogtland Arena (C6). Die Großschanze (K125) gilt als eine der modernsten Großschanzen der Welt und ist Sommer wie Winter Schauplatz bedeutender sportlicher und kultureller Events. Veranstaltungshöhepunkt im Winter ist der Weltcup im Skispringen. Zugleich ist die Schanze ein Symbol für die mehr als 100-jährige Geschichte des Nordischen Skisports in Klingenthal.
Der Rundweg führt weiter über die Alberthöhe (D/E 6) wo sich der Blick auf die Stadt mit ihrem klangvollen Namen eröffnet (siehe Panoramabild oben). Böhmische Exulanten brachten einst das Wissen des Geigenbaus in das von Bergen umgebene Tal und machten daraus eben jenes „klingende Tal – Klingenthal“, dessen mehr als 150 Jahre andauernde Tradition des Handzuginstrumentenbaus der Stadt Weltruf verlieh. Bis heute vereinen Akkordeons der Marke „Weltmeister“ sportliche und musikalische Tradition zu einem unverwechselbaren Charakterbild Klingenthals.
Vorbei am Tierpark (E6) auf der Richard-Wagner-Höhe (E6) geht es dann hier scharf rechts den Hang hinunter zum Freibad (E6) und zum Campingplatz Dürrenbach (E6).
Nach dem Meiselteich (D/E 6)wendet man sich wieder stadtwärts, um oberhalb des Neubaugebietes „An der Huth“ vorbei, hinunter ins Klausenbachtal (E5) zu wandern. Der steile Knockweg verlangt noch einmal Kondition, ehe man über den Herrenberg (E4) zum Hammerplatz (E/F 5) nach Zwota kommt.
Ein Abstecher in das Harmonikamuseum Zwota (E5) ist ein „Muss“ für alle musikalisch interessierten Wanderer. Über 1000 Instrumente aus der Klingenthaler und Zwotaer Produktion von Akkordeons und Harmonikas sind dort ausgestellt. Außerdem umfasst die Sammlung auch ein umfangreiches Sortiment aus elektronischen und elektromechanischen Tasteninstrumenten, die ab 1958 in der Region hergestellt wurden.
Nach dem Überqueren der Hauptstraße, führt der Weg entlang des Friedhofes (F5), weiter am Nordhang des „Döhlerwaldes“ (F6) mit faszinierenden Stadtansichten bis zum Rastplatz (F6) nahe der tschechischen Grenze. Von dort aus kann man das Berg-Panorama des bereits erwanderten „Höhensteiges“ noch einmal mit einer beeindruckenden Aussicht Revue passieren lassen. Über einen Wiesenpfad, der steil bergab führt, erreicht man schließlich wieder das Stadtzentrum.
Wer den Tag noch nicht beenden will, sollte sich für einen Besuch im nahegelegenen Musik- und Wintersportmuseum (E6) entscheiden. Dort erfährt man alles über die jahrhunderte alte Tradition des Musikinstrumentenbaus – besonders des Harmonikabaus in der Region – und der 100-jährigen Skisportgeschichte Klingenthals.
Der Klingenthaler Rundweg „Höhensteig“ bietet neben seiner Naturbelassenheit und landschaftlichen Schönheit dem Wanderer auch ein unvergessliches Kulturerlebnis mit dem Blick auf die schönsten Freizeiteinrichtungen unserer Stadt.