Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal
Musik- und Wintersportmuseum
© Tourist-Info Klingenthal

Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal

Klingenthal, die Stadt der Weltmeister ...

Wer wollte bestreiten, dass Klingenthal wohl die zahlreichsten Weltmeister hervorgebracht hat? Klingenthal ist zum einen als Musikstadt bekannt – und exportiert bis heute viele Akkordeons auch unter dem Markennamen »Weltmeister« in aller Herren Länder. Klingenthal hat aber auch für die Freunde des Wintersports einen besonderen Klang. So kommen aus dem Skigebiet am Aschberg über zwanzig Medaillengewinner bei Winterolympiaden und Weltmeisterschaften. Über die Musikstadt und die Entwicklung zum Wintersportzentrum erzählt unser Museum. Neben der ständigen Ausstellung finden auch Konzerte und Veranstaltungen statt und es werden Sonderausstellungen gezeigt. Großer Beliebtheit erfreut sich alljährlich die Weihnachtsausstellung.

Geigenmacherwerkstatt

Klingenthal, die Musikstadt

Im Sächsischen Vogtland und im grenznahen Nordwestböhmen werden seit nahezu 400 Jahren Musikinstrumente erzeugt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich dieses Gebiet zu einem Weltzentrum des Musikinstrumentenbaues. So lieferte das Vogtland 1913 ungefähr drei Viertel des Weltbedarfs an Saiten, mehr als die Hälfte an Harmonikas und ungefähr zwei Fünftel an Streich- und Zupfinstrumenten. Mehr als 100 Standorte des Musikinstrumentengewerbes wurden nachgewiesen. Zählte die Branche 1871 noch knapp 1.000 Beschäftigte, waren es 1928 schon ca. 10.000 bei 19.000 Einwohnern im Gebiet Klingenthal mit seinen heutigen Ortsteilen und Zwota. Mitte der zwanziger Jahre schätzte der deutsche Holzarbeiterverband den Umfang der Klingenthaler Jahresproduktion auf 30 bis 35 Millionen Mundharmonikas und ca. 1 Million Handharmonikas. 1961 bis 1985 erfolgte die Vereinigung vieler Harmonikabereiche zum Klingenthaler Harmonika-Werk (KHW). Hier entstand der Markenname „Weltmeister“, der auch bis heute auf den Produkten der Weltmeister Akkordeon Manufaktur vom handwerklichen Geschick der Handzuginstrumentenbauer im Musikwinkel kündet. Mit der Firma C. A. Seydel Söhne existiert in Klingenthal bis heute die älteste noch produzierende Mundharmonikamanufaktur der Welt. Alljährlich trifft sich zum Internationalen Akkordeonwettbewerb die künstlerische Weltelite des Faches in Klingenthal.
Erleben Sie im Klingenthaler Museum eine einzigartige Dokumentation der Entwicklung des Ortes am Aschberg zur Musikstadt.


Klingenthal, das Wintersportzentrum

Klingenthal – das Mekka für Wintersportfreunde. Über 100 Kilometer gespurte Loipen durch die schneesichere Region, steile und sanfte Abfahrten mit Liften locken jeden Winter Tausende nach Klingenthal. Der Terminkalender des VSC Klingenthal, des größten sächsischen Skivereins, ist dicht gefüllt mit nationalen sowie internationalen Wintersportwettkämpfen auf den Sprungschanzen und in den Loipen. Über zwanzig Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen kommen aus Klingenthal. Große Namen, wie Klaus Ostwald oder Matthias Buse sind dem Wintersportfreund ein Begriff. Den Reigen der Medaillengewinner eröffnete Harry Glaß mit Olympia-Bronze 1956 in Cortina d’ Ampezzo. Sehen Sie die Entwicklung des Wintersports im Raum Klingenthal mit historischen Dokumenten, Fotos, Sportausrüstungen und Schanzenmodellen im Musik- und Wintersportmuseum.

Eintrittspreise:

Erwachsene 3,00 €
Kinder bis 6 Jahre frei
Schüler, Studenten, Azubi, Schwerbeschädigte 2,00 €
Familienkarte (max. 2 Erwachsene) 8,00 €
Gruppen ab 10 Personen / Erwachsene 2,50 € p.P.
Gruppen ab 10 Personen / ermäßigt 1,50 € p.P.
Kombikarten mit Harmonikamuseum Zwota Ermäßigung
Inhaber Sozialkarte Klingenthal oder Ehrenamtskarte Sachsen 50% Ermäßigung
Sonderausstellungen 1,00 € Zuschlag
Foto- bzw. Filmgebühr 5,00 €
 
Weihnachtsausstellung 2019
© Thomas Lenk

Weihnachtsausstellung 2019

„Wenn es Raachermannel nabelt“

… dann ist im Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal Weihnachtsausstellung. Vom 30. November 2019 bis 6. Januar 2020 zeigt die diesjährige Weihnachtsschau alles rund um die rauchenden Gesellen. Die Mehrheit der historischen Rauchfiguren stammt aus einer umfangreichen Leihgabe des Depots Pohl-Ströher in Gelenau.  „Es nabelt“ zu dieser Schau aber auch mit neuesten Kreationen der Hersteller Drechslerei Holzkunst Kuhnert GmbH und den Kunstgewerbe-Werkstätten Olbernhau sowie mit Original Crottendorfer Räucherkerzen.

Auch auf die sinnbildliche Frage, was zuerst da war – Räuchermann oder Räucherkerzchen – gibt es im Museum eine klare Antwort. – begleitet von einem Gewinnspiel, bei dem es Bastelsets der Firma Holzkunst Kuhnert zu gewinnen gibt.

Herrlich nostalgisch muten all die weihnachtlichen Dekorationen im Museum Klingenthal an und doch sind sie nicht bloß schön anzusehen, sondern halten seit jeher eine tiefere Bedeutung inne. Das wörtliche „Beweihräuchern“ entstammt einer mehr als 1000 Jahre alten Tradition, okkulte Handlungen mit dem wertvollen Baumharz des Weihrauchstrauches zu begleiten, das Christentum führte den Brauch der alten Ägypter, Griechen und Römer fort. In der Weihnachtsausstellung sind deshalb auch purer Weihrauch und ein Rauchkessel zu sehen. Aber vor allen Dingen dreht sich alles um die Vielfalt der Räuchermännchen und weiterer Rauchfiguren, welche seit Mitte des 19. Jahrhunderts in den heimischen Stuben Einzug hielten: Neben den „Männeln“ sind das Pilze, Häuser, Schnecken, Eulen, Öfen und allerlei Kurioses. Sinnbildlich rauchen in diesem Jahr jedoch auch die Loks auf der großen Eisenbahnanlage und der Wasserkessel in der großen Puppenstube. Kinder können Wunschzettel ausfüllen, Ausmalbilder mitnehmen und ihr Glück beim Gewinnspiel versuchen. Na dann: „Wenn es Raachermannel nabelt“ ist es Zeit die Weihnachtsausstellung im Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal zu besuchen.  (XB)

Weihnachtsausstellung vom 30. November 2019 bis 6. Januar 2020.

Di-Fr. 10-16 Uhr
und zusätzlich Mo. 23.12., 30.12.2019 und 06.01.2020 von 10-15 Uhr

Sa./ So./ Feiertage 13-17 Uhr

Heiligabend: 11-14 Uhr
Silvester 11-14 Uhr

Schauvorführungen Handarbeiten, Schnitzen und Musik

Sonntag, 22.12.2019, 14.30 Uhr: Akkordeonmusik mit Richard Wunderlich


                               

 
 
 
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