Kurzporträt der Stadt Klingenthal
Blick vom Stadtpark zum Rathaus
© Thomas Lenk

Kurzporträt der Stadt Klingenthal

Die Lage des Ortes: Die Stadt Klingenthal liegt im Naturpark Erzgebirge/Vogtland im Südosten des Vogtlandkreises an der Grenze zu Tschechien.

Fläche: 5.043,935 ha
davon
73,32 % Wald
13,81 % Landwirtschaftliche Nutzfläche
12,87 % Siedlungs- und Verkehrsfläche

Tiefster und zugleich südlichster Punkt Klingenthals ist die Sohle des Zwota-Baches an der Grenze zu Tschechien in Unterklingenthal mit 533 m über NN.
Der Nördlichste Punkt befindet sich 800 m nordwestlich der Vogtlandschanze am Nordabhang des Berges Kiel.
Der Kiel bildet mit 943 m über NN auch die höchste Erhebung der Stadt.
Ein weiterer markanter Berg im deutsch-tschechischen Grenzgebiet ist der Aschberg, dessen Gipfel (936 m) jedoch bereits auf tschechischer Seite liegt.
Die Entfernung entlang der Bundesstraße B 283 von der Ortsgrenze Zwota bis zum Ortsausgang in Klingenthal/Mühlleithen beträgt ca. 17,5 km.

Einwohner: Klingenthal hatte am 31.12.2015  8.783 Einwohner

Grenzübergänge:
PKW Grenzübergang Klingenthal - Graslitz an der B 283
PKW Grenzübergang Klingenthal - Bublava auf dem Aschberg
Eisenbahngrenzübergang der Linie Zwickau - Sokolov
Kurze Chronik und Beschreibung der Stadt Klingenthal
Die Geschichte Klingenthals beginnt mit der Errichtung eines Hammerwerkes in der Helle, Hellhammer genannt, im Jahre 1591.
Erstmalige Verwendung des Namens Klingenthal für die Hammersiedlung in der Helle erfolgte 1604. In der Mitte des 17. Jahrhunderts führten böhmische Exulanten den Geigenbau ein.
1716 fand die Gründung einer Geigenmacherinnung statt. Ende des 18. Jahrhunderts folgte die Einführung der Bogenmacherei, der Saitenmacherei und der Fertigung von Holz- und Metallblasinstrumenten in Klingenthal. Im Jahre 1829 kamen die Mundharmonikaproduktion und die Holzkammfertigung dazu, 1852 die Herstellung der Handharmonika, das spätere Akkordeon.
Klingenthal wird in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem Weltzentrum der Harmonikaproduktion. Die älteren Zweige des Musikinstrumentengewerbes werden durch die Harmonikainstrumente weitgehend verdrängt.
Das Stadtrecht erhält Klingenthal am 1. Oktober 1919. Im Juni 1950 werden die Nachbarorte Brunndöbra und Sachsenberg-Georgenthal und im Januar 1992 Mühlleithen nach Klingenthal eingemeindet.
Am 25. Juli 1952 erfolgte die Bildung des Kreises Klingenthal aus Teilen der früheren Kreise Auerbach und Oelsnitz. Jetzt gehört Klingenthal zum Vogtlandkreis, dessen Kreisstadt Plauen ist.
Die Stadt zählt heute ca. 8.500 Einwohner und liegt an den steil aufsteigenden Hängen des auslaufenden Westerzgebirges im oberen Vogtland. Das Zentrum der Stadt liegt ca. 400 m niedriger als die bekannteste Erhebung des Vogtlandes, der Aschberg mit 936 m ü. NN.
Die guten Wander- und Wintersportmöglichkeiten laden das ganze Jahr über zu einem Tagesausflug oder auch zu einem längeren Urlaub in eine der reizvollsten deutschen Mittelgebirgslandschaften ein.
Ausgeschilderte Wanderwege, gespurte Loipen, schneesichere Hänge mit Lifts in Klingenthal und Umgebung bieten dem Gast Möglichkeiten des Sports sowie der Ruhe und Erholung.
Die Eigenarten der Gebirgslandschaft haben den Wintersport seit Anfang dieses Jahrhunderts in Klingenthal heimisch werden lassen. Die Leistungen unserer Skisportler haben den Ort und das Niveau des nordischen Skisportes international mitbestimmt. Das Skigebiet Klingenthal/Mühlleithen ist ein Begriff für Wintersportler und wird es auch für die Zukunft bleiben, denn die »VogtlandArena«, eine hochmoderne Großschanze mit Weiten über 140 Meter bietet im Sommer und Winter viele internationale Sportveranstaltungen.
Eine bedeutende kulturelle Veranstaltung, die im Mai eines jeden Jahres durchgeführt wird, ist der Internationale Akkordeonwettbewerb. Er genießt bei den Experten in aller Welt ein hohes Ansehen. Ein Internationales Mundharmonikafestival bereichert jährlich im September das Musikleben Klingenthals. Zwei Blasorchester, ein Akkordeonorchester und zahlreiche Musikgruppen sind durch Funk, Fernsehen und Tonträger bekannt.
Im Ort befinden sich gemütliche Gaststätten, Hotels, Pensionen, Jugendherbergen, Ferienwohnungen, Ferienhäuser und Privatquartiere.
Besondere Anziehungspunkte für Touristen sind das Gebiet um den Aschberg, der Heimattierpark, das Freibad, Bowlingbahn und natürlich die Sommerrodelbahn.
Bei ungünstiger Witterung laden das Klingenthaler Musik- und Wintersportmuseum, das Harmonikamuseum Zwota und viele andere Museen in der Umgebung zur Besichtigung ein.
Ein herrliches Panorama bietet sich vom Aschberg weit über das Vogtland hinaus, nach Oberfranken und in das unmittelbar angrenzende Böhmen oder hinab in die reizvollen engen Täler Klingenthals. Einmalig ist die Aussicht vom Aussichtsturm auf dem Aschberg.
Zwei Pkw-Grenzübergänge zu Tschechien stehen zur Verfügung, davon einer im Stadtzentrum und einer auf dem Aschberg. Die Bahnstrecke Klingenthal - Graslitz (Kraslice) wurde im Mai 2000 wieder in Betrieb genommen, und so ist auch ein Tagesausflug z.B. nach Karlsbad (Karlovy Vary) kein Problem.
Ein Kleinod barocker Baukunst stellt die Rundkirche »Zum Friedefürsten« dar. Sie wurde 1737 erbaut und ist nach der Dresdner Frauenkirche der größte Zentralbau über achteckigem Grundriss in Sachsen.
Ausflugsmöglichkeiten bestehen z. B. zum Schneckenstein (einziger freiliegender Topasfelsen Europas), zur
Göltzschtalbrücke bei Netzschkau (größte Ziegelsteinbrücke der Welt). in die Staatsbäder Bad Elster und Bad Brambach, zur Talsperre Pöhl (Dampferfahrten, Angelsport), ins nordwestböhmische Bäderdreieck Karlsbad, Franzensbad und Marienbad sowie nach Oberfranken und Bayern.
Weiterhin kann man in der näheren Umgebung das Musikinstrumentenmuseum Markneukirchen, das Vogtländische Freilichtmuseum Landwüst/Eubabrunn, das Schaubergwerk »Grube Tannenberg«, die mechanische Musikwerkausstellung Hüttel Wohlhausen und die Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz besuchen.

 

 
 
 
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