Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal
Musik- und Wintersportmuseum
© Thomas Lenk

Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal

Klingenthal, die Stadt der Weltmeister ...

Wer wollte bestreiten, dass Klingenthal wohl die zahlreichsten Weltmeister hervorgebracht hat? Klingenthal ist zum einen als Musikstadt bekannt – und exportiert bis heute viele Akkordeons auch unter dem Markennamen »Weltmeister« in aller Herren Länder. Klingenthal hat aber auch für die Freunde des Wintersports einen besonderen Klang. So kommen aus dem Skigebiet am Aschberg über zwanzig Medaillengewinner bei Winterolympiaden und Weltmeisterschaften. Über die Musikstadt und die Entwicklung zum Wintersportzentrum erzählt unser Museum. Neben der ständigen Ausstellung finden auch Konzerte und Veranstaltungen statt und es werden Sonderausstellungen gezeigt. Großer Beliebtheit erfreut sich alljährlich die Weihnachtsausstellung.

Geigenmacherwerkstatt

Klingenthal, die Musikstadt

Im Sächsischen Vogtland und im grenznahen Nordwestböhmen werden seit nahezu 400 Jahren Musikinstrumente erzeugt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich dieses Gebiet zu einem Weltzentrum des Musikinstrumentenbaues. So lieferte das Vogtland 1913 ungefähr drei Viertel des Weltbedarfs an Saiten, mehr als die Hälfte an Harmonikas und ungefähr zwei Fünftel an Streich- und Zupfinstrumenten. Mehr als 100 Standorte des Musikinstrumentengewerbes wurden nachgewiesen. Zählte die Branche 1871 noch knapp 1.000 Beschäftigte, waren es 1928 schon ca. 10.000 bei 19.000 Einwohnern im Gebiet Klingenthal mit seinen heutigen Ortsteilen und Zwota. Mitte der zwanziger Jahre schätzte der deutsche Holzarbeiterverband den Umfang der Klingenthaler Jahresproduktion auf 30 bis 35 Millionen Mundharmonikas und ca. 1 Million Handharmonikas. 1961 bis 1985 erfolgte die Vereinigung vieler Harmonikabereiche zum Klingenthaler Harmonika-Werk (KHW). Hier entstand der Markenname „Weltmeister“, der auch bis heute auf den Produkten der Weltmeister Akkordeon Manufaktur vom handwerklichen Geschick der Handzuginstrumentenbauer im Musikwinkel kündet. Mit der Firma C. A. Seydel Söhne existiert in Klingenthal bis heute die älteste noch produzierende Mundharmonikamanufaktur der Welt. Alljährlich trifft sich zum Internationalen Akkordeonwettbewerb die künstlerische Weltelite des Faches in Klingenthal.
Erleben Sie im Klingenthaler Museum eine einzigartige Dokumentation der Entwicklung des Ortes am Aschberg zur Musikstadt.


Klingenthal, das Wintersportzentrum

Klingenthal – das Mekka für Wintersportfreunde. Über 100 Kilometer gespurte Loipen durch die schneesichere Region, steile und sanfte Abfahrten mit Liften locken jeden Winter Tausende nach Klingenthal. Der Terminkalender des VSC Klingenthal, des größten sächsischen Skivereins, ist dicht gefüllt mit nationalen sowie internationalen Wintersportwettkämpfen auf den Sprungschanzen und in den Loipen. Über zwanzig Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen kommen aus Klingenthal. Große Namen, wie Klaus Ostwald oder Matthias Buse sind dem Wintersportfreund ein Begriff. Den Reigen der Medaillengewinner eröffnete Harry Glaß mit Olympia-Bronze 1956 in Cortina d’ Ampezzo. Sehen Sie die Entwicklung des Wintersports im Raum Klingenthal mit historischen Dokumenten, Fotos, Sportausrüstungen und Schanzenmodellen im Musik- und Wintersportmuseum.

Eintrittspreise:

Erwachsene 3,00 €
Kinder bis 6 Jahre frei
Schüler, Studenten, Azubi, Schwerbeschädigte 2,00 €
Familienkarte (max. 2 Erwachsene) 8,00 €
Gruppen ab 10 Personen / Erwachsene 2,50 € p.P.
Gruppen ab 10 Personen / ermäßigt 1,50 € p.P.
Kombikarten mit Harmonikamuseum Zwota Ermäßigung
Inhaber Sozialkarte Klingenthal oder Ehrenamtskarte Sachsen 50% Ermäßigung
Sonderausstellungen 1,00 € Zuschlag
Foto- bzw. Filmgebühr 5,00 €
 
Weihnachtsausstellung 2017
© Thomas Lenk

Weihnachtsausstellung 2017

„Oh es riecht gut“

Mit Neunerlei, Zuckermännle, Pflaumentoffel und der Weihnachtsgans Auguste öffnet im Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal am Samstag, den 2. Dezember 2017 die Weihnachtsausstellung.





„Oh es riecht gut“ heißt in diesem Jahr das Thema. Frei nach dem bekannten Weihnachtslied widmet sich die Schau den kulinarischen Köstlichkeiten der Weihnachtszeit.

Pfefferkuchen, Baumbehang und Stollen sind bis heute beliebte weihnachtliche Gaumenfreuden in vielen Haushalten. Weit weniger häufig finden sich noch Neunerlei oder Pflaumentoffel auf den gedeckten Tischen. Aber warum enthalten Pfefferkuchen genau neun verschiedene Gewürze? Welche Bedeutung haben die Formen der Werdaer Zuckermännle und warum müssen gerade neunerlei Speisen am Heiligen Abend auf dem Tisch stehen?
Der Stollen symbolisiert das gewickelte Kind in der Krippe. Deshalb wird das weihnachtliche Backwerk in manchen Gegenden immer noch als „Wickelkind“ bezeichnet. Pflastersteine, Magenbrot und Lebkuchen haben ihren Ursprung in der biblischen Weihnachtsgeschichte. Sie alle wurden noch vor Jahrzehnten zwar in der Adventszeit gebacken, doch verspeist zumeist erst an Weihnachten.
Während im Supermarkt heutzutage das Weihnachtsfest bereits Anfang September mit fertigem Backwerk in Plastiktüten und vorgegarter Weihnachtsgans aus dem Kühlregal beginnt, erzählt die Weihnachtsausstellung „Oh es riecht gut“ von besinnlichen Vorbereitungen im wahren Sinne des Wortes. Die Zahl Neun, Gewürze und Formen der Backwerke haben ihren sinnlichen Ursprung im (Aber)glauben der Menschen.
Das wohl beliebteste weihnachtliche Festessen allerdings muss im Musik- und Wintersportmuseum ausfallen, denn Opernsänger Luitpold Löwenhaupt und seine Familie haben es nicht fertig gebracht, die Gans zu schlachten, und so feiert auch „Gustje“ mit den Kindern Elli, Gerda und dem kleinen Peterle das Weihnachtsfest. Frei nach der Erzählung von Friedrich Wolf gibt es deshalb auch „Die Weihnachtsgans Auguste“ in voller Lebensgröße zu sehen.
Ein Besuch der Weihnachtsausstellung lohnt sich wie immer mit der ganzen Familie, schließlich lockt die Ausstellung auch mit einem umfangreichen Veranstaltungsplan: Schnitz- und Handarbeitsvorführungen, Musikalische Adventssonntage und das Anmalen von Zuckermänneln sind geplant. (XB)

Öffnungszeiten 2.12.2017 – 07.01.2018:

Di-Fr. 10 – 16 Uhr
Sa, So, Feiertage: 13 – 17 Uhr
Heiligabend/ Silvester: 11-14 Uhr

Schauvorführungen Schnitzen, Klöppeln und andere Handarbeiten immer an den Adventswochenenden

Zuckermännle-Anmalen:
Samstag, 9.12.2017 ab 14 Uhr (3 Stück á 3,00 Euro) - um Voranmeldung bis 7. 12. unter 037467/ 64832 in der Touristinfo Klingenthal wird aus organisatorischen Gründen gebeten.

Weihnachtsausstellung 2017

 
 
 
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